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Abofallen durch Streamingportale

Wer sich einen, erst seit einigen Tagen im Kino laufenden Film, im Internet ansehen möchte, tut dies oft auf einem Streamingportal wie beispielsweise "kinox.to". Wer sich dort Filme nur anschaut, ohne sie runterzuladen, der hat rechtlich gesehen, auch nichts zu befürchten. Es ist doch toll, wenn man sich das Geld fürs Kino sparen kann und sich trotzdem immer die neuesten Kinofilme ansieht.

Doch Vorsicht, ganz ohne Risiko ist die Sache dann doch nicht, denn man muss höllisch aufpassen, nicht direkt in eine Abofalle zu tappen. Auf "kinox.to" wird man in regelmäßigen Abständen aufgefordert, sich zusätzliche Tools oder Software runterzuladen, um die Filme angeblich in besserer Qualität anschauen zu können. Wenn man dieser Aufforderung nachkommt, kann es einem passieren, dass man plötzlich ein Abo für mehrere Hundert Euro am Hals hat. Das Dumme auf solchen Streamingportalen wie "kinox.to" ist es allerdings, dass man, ohne sich vorher eine Software heruntergeladen zu haben, die Streamings überhaupt nicht ansehen kann. Zu entscheiden, welche Software wirklich notwendig ist und bei welcher es sich nur um eine Abofalle handelt, ist in den meisten Fällen recht schwierig. Stutzig werden sollte man, wenn man aufgefordert wird, sich zu registrieren, bevor man einen bestimmten Player oder Codec überhaupt herunterladen kann. Dann sollte man doch lieber die Finger davon lassen.

Doch es gibt noch eine weitere ­Abzock - Methode auf "kinox.to". Oft taucht ein Werbebanner (die sogenannte Fakeware) auf, der eine angebliche Virenverseuchung auf dem Rechner meldet. Um diesen Virus wieder loszuwerden, wird man aufgefordert, eine bestimmte Software kostenlos herunterzuladen oder sogar zu kaufen. In einigen Fällen sind die Abzocker sogar so dreist, diesen Virenschutz unter einem sehr bekannten Namen anzubieten. Lädt man sich dann diese "kostenlose" Testversion runter, schnappt die Abofalle zu und man zahlt auch hier im schlimmsten Fall mehrere Hundert Euro.

Wer sich also auf "kinox.to" einen Film ganz in Ruhe anschauen möchte, dieser ­Stream aber nicht ohne Probleme mit einem gängigen Player wie ­DivX abgespielt wird, der sollte sich lieber einen anderen Film aussuchen und von ­diesem die Finger lassen. Denn bei jedem unbedachten Klick lauert die Gefahr, nicht nur in eine Abofalle zu tappen, sondern auch eine unbemerkt installierte ­Maleware ohne die Zahlung eines "Lösegeldes" nicht mehr loszuwerden. Aber auch auf das Anklicken von irgendwelchen Links sollte man auf diesen Streamingportalen verzichten, da diese in den meisten Fällen zu kostenpflichtigen Servern führen. Diese Abofallen findet man auf www.white-pages.us nicht!

Wer trotz aller Warnungen in solch eine Abofalle getappt ist, sollte nicht gleich in Panik verfallen, denn auch hier gibt es einige Tipps, um heil aus der Sache wieder rauszukommen.
Oberstes Gebot ist hier: Egal was man für Post von den Abzockern bekommt, NIE BEZAHLEN!!! Wenn man alle Zahlungsaufforderungen und Drohungen des Abzockerunternehmens ignoriert hat, wird man als Nächstes, Post von einem Inkassobüro oder Anwalt erhalten. Doch da Inkassobüros und Anwälte keine staatlichen Institutionen sind, dienen diese Briefe lediglich der Einschüchterung und können getrost im Altpapier landen.
Um auf jeden Fall auf der sicheren Seite zu sein, sollte man nach der ersten Zahlungsaufforderung, schriftlich von seinem 14-tägigen Widerrufsrecht gebrauch machen. Diesen Widerruf am besten per Einschreiben mit Rückschein versenden oder via Email, falls man sich mit falschen Daten angemeldet hat und deshalb natürlich nicht im Nachhinein seine wahren Daten preisgeben sollte.
Bei einem Widerspruch gibt es viele verschiedene Möglichkeiten einer Begründung, z.B. Minderjährigkeit, die Kosten waren nicht sofort ersichtlich, man hat sich gar nicht selbst angemeldet, sondern die eigenen Daten wurden missbraucht, eine bestehende Sittenwidrigkeit wegen Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung oder wegen Verstoßes gegen den Grundsatz der Preisklarheit und Preiswahrheit.
Die Betreiber von Abofallen werden Versuchen alle genannten Begründungen mit fadenscheinigen Argumenten zu entkräften. Doch egal welche Argumente sie auch immer vorbringen, das ist alles Blödsinn und eine Zahlung in keinem Fall notwendig.

29.3.16 11:57

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